Mitsegeln auf Windjammer

eines der letzten Abenteuer unserer Zeit

Mitsegeln auf einem Traditionsschiff


Wie ich mir meinen größten Traum erfüllte:
Mitsegeln auf einem Traditionsschiff

Als Seekadett auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" zu fahren, Marineoffizier zu werden und dann auf diesem schönen, stolzen Schiff als Stammcrew zu fahren, war seit frühester Jugend mein Traum. Ich tat alles dafür und arbeitete dafür wie besessen. Leider erfüllte ich nicht alle notwendigen Anforderungen, so dass ich diesen Traum beizeiten begraben musste. Dann stand die Bundeswehr an und ich wurde tatsächlich zur Marine einberufen. Dort erhielt ich meine zweite Chance, denn die Jahrgangsbesten der Grundausbildung erhielten später auch die besten Kommandos. Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich mir den A.... aufgerissen habe,
um Jahrgansbester zu werden.

Was ich aber nicht wusste: Die GoFo lag in der Werft und brauchte gar keinen wie mich. Mist, wieder nichts. Stattdessen "landete" ich auf dem "Zerstörer Lütjens" und flog auf Bundeswehrkosten in die USA, um dort einen dreimonatigen "Abenteuerurlaub" als deutscher Marinesoldat zu erleben. Herrlich war die Zeit und wohl eine der schönsten meines Lebens. Wir besuchten viele amerikanische und kanadische Häfen wie New Orleans, Mayport/Florida und Charleston, fuhren in die Karibik nach St. Thomas und streiften dabei die Bermudas und die Azoren und abschließend über den großen Teich zurück nach Deutschland.

 

Mitsegeln auf dem Traditionsschiff "Roald Amundsen"

Leider wurde es nie etwas mit der Gorch Fock und ich begrub den Traum, um als Landratte mit einem profanen Landberuf den Rest meines Lebens von dieser versäumten Chance zu träumen.

Eines Tages wurde ich von einem Bekannten auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, die versäumten Segelabenteuer auf der Brigg "Roald Amundsen" zu erleben. Ich heuerte als Trainee an und war sofort vollauf begeistert. Ein Windjammer nach dem Vorbild der alten Traditionsschifffahrt - das war genau das richtige für mich. Ich war glücklich und begeistert und mir war klar, dass das so lange mein Hobby sein würde, wie ich nur laufen kann.

Wer weiß, wie lange es noch Traditionsschiffe gibt. Viele politische Kräfte sägen an den Masten von Rahseglern, weil man Sicherheitsstandards einführen will, die diese alten Segelschiffe niemals werden erfüllen können. Aber heute gibt es noch die Chance, sich diesen Lebenstraum zu erfüllen und von der obersten Rah über den Horizont zu schauen.
Auf Traditionsschiffen erfährst Du alles über traditionelle Seemannschaft, lernst Seemannsknoten, lernst die Wellen, die Wolken und das Wetter richtig einzuschätzen und lernst Demut vor den Gewalten des Ozeans. Selbstverständlich ist nicht immer Schietwetter und die Wellen türmen sich haushoch, aber wenn es mal kachelt, dann ordentlich.

Als ich noch bei der Marine war, bin ich mit dem "Zerstörer Lütjens" zu Häfen gefahren, die ich auch mit dem Traditionssegler Roald Amundsen besuchen konnte.

Die Nachbarinsel von St. Thomas zum Beispiel heißt Tortola und von dort aus segelte ich im Februar 2013 zu den Bermudas. 2012 segelte ich von den Azoren nach Lissabon und hatte damit schon fast einmal den Atlantik überquert. Auf diesem Törn war der Atlantik so still, dass sich die Sterne auf dem Wasser spiegelten und ich schon dachte, Seeungeheuer kämen aus der Tiefe des Ozeans zu uns an Deck.
Jetzt fehlt mir nur noch die Strecke von den Bermudas zu den Azoren und ich habe die Atlantiküberquerung mit einem Rahsegler nach Art der Traditionsschiffe geschafft - ein tolles Gefühl. Er sich dieses Gefühl noch in diesem Jahr gönnen möchte, kann im Dezember (2013) von St. Cruz de la Palma nach St. Martin fahren. Vier Wochen dauert der Törn über den Atlantik und die Herzen der Teilnehmer schlagen schon jetzt höher bei diesem Gedanken. Meines übrigens auch, doch ich muss leider zu Hause bleiben. Dafür segle ich den Törn unmittelbar vorher von Vigo nach St. Cruz de la Palma, immerhin.

Meinen bisher liebsten Törn bin ich im Herbst 2011 von Oostende (Belgien) nach Lissabon (Portugal) gefahren. Wir durchquerten den Golf von Biscaya bei Windstärke 10 und gleich hohen Wellenmonstern, die unserem Schiff aber nichts anhaben konnten. Als zukünftiger Toppsgast wollte ich damals "Schwerwettererfahrung" sammeln und es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt, als im Herbst auf dem Atlantik zu segeln. So kam es auch. Als Rudergänger waren wir mit Sicherheitsleinen und Gurt festgeschnallt, damit wir bei einem Brecher nicht über die Reling gespült wurden. Tatsächlich gab es auch zwei Brecher, die uns bis auf die Haut nass werden ließen. Erasmus hatte gehörig Deck gespült...

News & Aktuelles

Der erweiterte Törnplan für die Brigg "Roald Amundsen" ist jetzt veröffentlicht. Erwartungsgemäß geht es in die Karibik und verspricht wunderschöne Ziele.

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Törnberichte

Ich bin Thommes und bin von April 2011 bis Mai 2012 insgesamt 11 mal auf der Roald Amundsen gefahren, so begeistert bin ich von diesem Schiff. Mein längster Törn war der von Oostende (Belgien) nach Lissabon (Portugal) 5.11. Thomas Kochbis 22.11.2011also fast 3 Wochen. Dabei fuhren wir durch den Englischen Kanal, durch den Golf von Biscaya und auf dem Atlantik, bis wir pünktlich Lissabon erreichten. Während dieser Zeit besuchten wir Städte wie Brest, La Coruna, Kap Fenisterre („Cabo Finisterre“) oder  Cascais vor den Toren Lissabons.
Hier findest Du die Törnberichte aus dieser Zeit, die meistens von mir verfasst wurden.


Hallo Leute,

ich bin Patrick und habe 2011 meinen ersten Ostsee Segeltörn auf einem Windjammersegler gemacht. Das war sowas von g....., dass ich mich für dieses Jahr gleich für zwei Törns im August angemeldet habe.

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